Vortragsreihe
Ein Blick in die Augen der Tiere
Sonntags-Matinée
Vortrag und Künstlergespräch
Hugo Fortes, São Paulo, Brasilien
Wie begegnen sich Mensch und Tier jenseits von Sprache und bewusster Inszenierung? Und was können wir über die Wahrnehmung und das Erleben von Tieren erfahren, wenn wir ihnen aufmerksam begegnen?
Mit seinem Video Vigia (2005) lädt der brasilianische Künstler Hugo Fortes (*1968, Araraquara) dazu ein, diesen Fragen nachzugehen. Fortes richtet die Kamera auf seine Dackelhündin Brioche, die unter einer weißen Decke hervorlugt. Dabei verleiht der sprichwörtliche Dackelblick dem Video eine hypnotische, unergründliche Tiefe.
Was zunächst wie eine einfache Beobachtung erscheint, eröffnet einen Raum für die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Mensch und Tier – auch unter Berücksichtigung der Human-Animal Studies. Der Künstler und Professor Hugo Fortes bietet einen Überblick über seine künstlerischen Arbeiten, die sich mit den Beziehungen zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Tieren befassen. Im Mittelpunkt stehen Fragen der Kommunikation zwischen Mensch und Tier, ihre gegenseitige Zuneigung sowie die interspezifische Wahrnehmung.
Hugo Fortes ist bildender Künstler, Kurator, Designer und außerordentlicher Professor an der Universität São Paulo. Er promovierte an der Fakultät für Kommunikation und Kunst der Universität São Paulo. Von 2004 bis 2006 lebte er in Berlin, wo er mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) einen Forschungsaufenthalt im Rahmen seiner Promotion absolvierte. Dort entstand auch die Videoarbeit Vigia mit Dackel Brioche.
Kosten
Erwachsene
Mitglieder
ermäßigt

Hugo Fortes, Vigia, 2005
© Hugo Fortes